Dienstag, 19. Juni 2007

Additive Farbsynthese


Die Additive Farbsynthese (auch Additive Farbmischung, Additivs Verfahren, Physiologische Farbmischung oder Additionsverfahren) ist ein optisches Modell, welches das Mischverhalten von Lichtfarben beschreibt. Im Gegensatz zur Subtraktiven Farbsynthese entstehen die Mischfarben nicht durch wiederholte Einschränkung des Spektrums, sondern durch das Hinzufügen neuer Spektralbereiche. Das Additive Verfahren arbeitet nach der Dreifarbentheorie von Young und Helmholtz.

Funktionsweise


Ein typisches Beispiel ist das 'pixellastige' Bild bei Bildschirmen (Fernseher, Computer ...). Da sich das Bild anhand vieler kleiner Puzzleteile zusammensetzt, werden die drei Grundfarben Rot, Grün, Blau zu allen anderen Farben (die für den Menschen wahrnehmbar sind) 'addiert'.



Beispieldatei mit einer großen Anzahl von Kombinationen und Intensitäten der Primärfarben rot, grün und blau

Bei der Additiven Farbsynthese ergibt sich Weiß als Summe aller eingesetzten Grundfarben (in der Abbildung oben), Schwarz als Abwesenheit von Licht (in der Abbildung unten). Weitere Beispiele siehe Additive Grundfarbe.

Additive Farbsynthese

Rot + Grün = Gelb

Grün + Blau = Cyan

Blau + Rot = Magenta

Rot + Grün + Blau = Weiß


Umwandlung zwischen Additiven und subtraktiven Farbwerten:

Von Additiv zu subtraktiv (Werte in %):

Rot = 100 – Cyan

Grün = 100 – Magenta

Blau = 100 – Gelb

Von subtraktiv zu Additiv (Werte in %):

Cyan = 100 – Rot

Magenta = 100 – Grün

Gelb = 100 - Blau

Einsatzgebiete

  • Kornraster-Verfahren
  • Linienraster-Verfahren
  • Linsenraster-Verfahren
  • Spreizverfahren
  • Farbfernsehen
  • Bildschirme


In der analogen Fotografie dominiert dagegen die Subtraktive Farbsynthese


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